Eric Dahl
by on 8 October, 2019
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Die erwartete Umwälzung im Arbeitsmarkt zieht sich: Wenn die wichtigsten deutschen Konzerne neue Stellen ausschreiben, verlangen sie bisher nur selten, dass sich die Bewerber mit IT-Trendthemen auskennen.
Bei der Personalsuche der Dax-Konzerne spielen digitale Kompetenzen der Bewerber keine große Rolle. Insbesondere Kenntnisse in innovativen Technologien wie dem maschinellen Lernen beziehungsweise der künstlichen Intelligenz (KI) werden kaum nachgefragt. Dies legt eine Auswertung von knapp 6000 Stellenanzeigen von Dax-Konzernen nahe, die Wissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin vorgenommen haben.
So waren nur in 17 Prozent der ausgewerteten Anzeigen der wichtigsten börsennotierten deutschen Konzerne Kenntnisse in Programmiersprachen gefragt. Kompetenzen bei IT-Trendthemen wie Cloud Computing (7 Prozent), dem Internet der Dinge (IoT, 1,4 Prozent) und KI (3,3 Prozent) spielen eine noch geringere Rolle.
Naheliegenderweise führen technologie- und wissensintensive Branchen mit Unternehmen wie der Münchener Rückversicherung, SAP oder Telekom die Liste der Arbeitgeber an, die von Bewerbern Fachkenntnisse in neuen Technologien und beim Programmieren einfordern - mit bis zu 74 Prozent der ausgewerteten Annoncen.

Überraschender sind die hohen Tech-Anforderungen beim ursprünglich auf Kosmetik spezialisierten Beiersdorf-Konzern, der in 51 Prozent seiner Stellenanzeigen technisches Knowhow fordert. Schlusslichter waren den Berlinern Wissenschaftlern zufolge Linde und HeidelbergCement. Vergleichsweise stark nachgefragt waren dabei insgesamt Kenntnisse in gängigen Anwenderprogrammen von Microsoft Office oder SAP.

Posted in: Business, Society, Technology
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