Jacky O
by on 17 September, 2019
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Wer einen Wohnsitz in Ecuador hat, sollte jetzt wahrscheinlich umziehen. Denn eine Datenbank mit Namen und Adressen offenbar aller Bewohner des Landes stand offen im Internet. Auch über einen Prominenten Asylbewerber des Landes waren Informationen einsehbar. 
Sicherheitsforscher haben im Internet eine Datenbank mit persönlichen Daten von allen Einwohnern Ecuadors entdeckt. Die Einträge enthalten die vollständigen Namen der Bürger, Geburtsdatum, Geburtsort, Wohnadresse, Familienstand, die nationale Ausweisnummer, Informationen zum Arbeitgeber sowie Telefonnummern, Autokennzeichen und Bildungsabschluss. In der Datenbank sollen auch Angaben zu 6,7 Millionen Kinder stehen.
Die Datensätze sollen bis in das Jahr 2002 zurückgehen. Einer Analyse des Digitalmagazins „ZDnet“ zufolge ist wahrscheinlich, dass alle zwischen 2002 und 2015 in Ecuador geborenen Menschen in der Datenbank vorkommen. Zudem seien mit den Einträgen einzelner Bürger auch deren jeweilige Kinder verknüpft, sodass es möglich sei, die Familienstammbäume des gesamten Landes zu rekonstruieren.
Das Magazin hatte mit den israelischen IT-Fachleuten Noam Rotem und Ran Lokar vom Portal VPN Mentor zusammengearbeitet, welche die Datenbank entdeckt hatten. Sie informierten den Betreiber des Servers, von dem die Datenbank stammte, damit er die Sicherheitslücke schließen konnte. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass die Datenbank inzwischen auch von Dritten heruntergeladen wurde.

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